UGREEN NAS Fernzugriff einrichten: UGREENlink, DDNS & Tailscale
Welche NAS-Fernzugriff-Methode passt zu dir?
Für den Fernzugriff auf dein UGREEN NAS gibt es drei sinnvolle Wege: UGREENlink, DDNS und Tailscale. Welche Methode am besten passt, hängt davon ab, ob du möglichst einfach starten, eine eigene Domain nutzen oder den Zugriff ohne offene Ports absichern möchtest.
UGREENlink ist für die Einsteiger der schnellste Weg. Du brauchst keine öffentliche IP-Adresse und musst keine Portweiterleitung im Router einrichten. Nach der Anmeldung mit deinem UGREEN-Cloud-Konto legst du eine UGREENlink-ID fest und erreichst dein NAS anschließend über Browser, PC-Client oder App.

DDNS ist die passende Lösung, wenn du über eine eigene Domain auf dein NAS zugreifen möchtest. Dafür brauchst du eine öffentliche IP-Adresse, eine feste lokale IP-Zuweisung für dein NAS und eine korrekt eingerichtete Portweiterleitung im Router. Diese Methode eignet sich vor allem für Nutzer, die ihre Netzwerkkonfiguration selbst verwalten möchten.
Tailscale nutzt einen VPN-basierten Ansatz. Deine Geräte verbinden sich über ein privates virtuelles Netzwerk, sodass du dein NAS von unterwegs über die interne IP-Adresse erreichst. Das ist sicherheitsorientiert und vermeidet offene Ports, setzt aber die Installation und Verwaltung eines Tailscale-Clients beziehungsweise Containers voraus.
UGREENlink, DDNS und Tailscale im Vergleich
| Kriterium | UGREENlink | Tailscale | DDNS |
|---|---|---|---|
| Einrichtungsaufwand | ★☆☆ (einfach) | ★★☆ (mittel) | ★★★ (anspruchsvoll) |
| Öffentliche IP nötig? | Nein | Nein | Ja |
| Router-Konfiguration nötig? | Nein | Nein | Ja (Portweiterleitung) |
| Zugriff über | Browser / UGREEN-App | Tailscale-Client | Browser / UGREEN-App |
| Zielgruppe | Einsteiger und Alltagsnutzer | Sicherheitsbewusste / Docker-erfahrene Nutzer | Nutzer mit eigener Domain |
Wenn du unsicher bist, starte am besten mit UGREENlink. Sobald du dich mit deinem NAS besser auskennst, kannst du je nach Bedarf auf DDNS oder Tailscale umsteigen. Unabhängig von der gewählten Methode lohnt es sich, einen Blick auf die Funktionen Kontenaktivität und Lockdown zu werfen – so behältst du im Auge, wer sich wann anmeldet, und kannst verdächtige Zugriffsversuche frühzeitig unterbinden.
Methode 1: NAS-Fernzugriff mit UGREENlink einrichten
UGREENlink ist die hauseigene Fernzugriffslösung von UGREEN. Damit erreichst du dein NAS bequem vom Smartphone, PC oder Webbrowser aus. Da weder eine öffentliche IP noch eine aufwendige Portweiterleitung erforderlich ist, ist UGREENlink der einfachste Einstieg.
UGREENlink in UGOS Pro aktivieren
- Öffne auf deinem NAS das Systemsteuerung und navigiere zu Geräteverbindung > Remote-Zugriff.
- Aktiviere den Schalter „UGREENlink Remote-Zugriffsservice". Du wirst aufgefordert, dein UGREEN-Cloud-Konto zu verknüpfen – bestätige mit OK.

- Gib deine Zugangsdaten ein und melde dich an. Falls du noch kein Konto hast, kannst du dich über Jetzt registrieren anmelden.
- Nach erfolgreicher Verknüpfung trägst du im Feld für die UGREENlink-ID eine frei gewählte Kennung ein und klickst auf Anwenden.
- Sobald die ID bestätigt ist, werden automatisch ein Webzugriffslink und eine Client-ID erstellt.
Sicherheitstipp: Verwende ein starkes Passwort für dein NAS-Konto und aktiviere zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung für dein NAS. So bleibt dein System auch dann geschützt, wenn deine Zugangsdaten einmal in falsche Hände geraten.

UGREENlink-ID richtig wählen
- Halte die ID kurz – so lässt sie sich leicht mündlich oder per Chat weitergeben.
- Verwende keine persönlichen Daten wie deinen Namen oder deine Telefonnummer.
- Im Teameinsatz bewährt sich eine einheitliche Namensregel, z. B. Standort + Einsatzzweck.
NAS per Browser über UGREENlink aufrufen
- Stelle sicher, dass der „UGREENlink Remote-Zugriffsservice" auf dem UGREEN NAS aktiviert ist.
- Lautet deine UGREENlink-ID zum Beispiel
myNAS123, rufst du im Browser einfachhttps://ug.link/myNAS123auf. - Die ID wird geprüft und du wirst zur Login-Seite von UGOS Pro weitergeleitet.
- Melde dich mit deinem NAS-Benutzernamen und -Passwort an – fertig. Du kannst nun Dateien verwalten und auf alle Funktionen zugreifen.
NAS mit der UGREEN NAS-App verbinden
Alternativ kannst du den UGREEN NAS-Client am PC oder die UGREEN NAS-App auf dem Smartphone nutzen.
- Lade den UGREEN NAS-Client (PC) oder die UGREEN NAS-App (iOS / Android) herunter und installiere die Software.
- Starte die App und gib auf dem Login-Bildschirm deine UGREENlink-ID ein.
- Trage Benutzername und Passwort deines NAS ein und tippe auf Login.
- Nach erfolgreicher Anmeldung kannst du direkt in der App Dateien verwalten und Einstellungen anpassen.
UGREENlink-ID, Cloud-Konto und NAS-Login unterscheiden
| Begriff | Wofür er verwendet wird |
|---|---|
| UGREEN-Cloud-Konto | Wird verwendet, um den UGREENlink-Dienst mit deinem NAS zu verknüpfen. |
| UGREENlink-ID | Die Kennung, über die du dein NAS von außen aufrufst, zum Beispiel über https://ug.link/deine-ID. |
| NAS-Benutzername und NAS-Passwort | Die Zugangsdaten, mit denen du dich auf der UGOS-Pro-Oberfläche anmeldest. |
| Client-ID | Wird von UGOS Pro für den Zugriff über Apps oder Clients bereitgestellt. |
Wenn der Login über Browser oder App nicht funktioniert, prüfe zuerst, ob du die richtige UGREENlink-ID eingegeben hast. Danach kontrollierst du, ob du dich mit dem NAS-Konto anmeldest und nicht versehentlich mit dem UGREEN-Cloud-Konto.
Methode 2: NAS-Fernzugriff mit DDNS und eigener Domain einrichten
UGREENlink besticht durch seine einfache Einrichtung. Wenn du aber lieber über eine eigene Domain auf dein NAS zugreifen oder deine Netzwerkkonfiguration vollständig selbst steuern möchtest, ist DDNS die passende Alternative. DDNS kombiniert eine dynamische DNS-Konfiguration mit einer Portweiterleitung im Router, um den Zugriff von außen zu ermöglichen.
Voraussetzung: Hast du eine öffentliche IP-Adresse?
Für DDNS benötigst du eine öffentliche IP-Adresse von deinem Internetanbieter. Prüfe das am besten vorab:
- Rufe im Browser ip.me auf und notiere die angezeigte IP-Adresse.

- Melde dich an der Verwaltungsoberfläche deines Routers an und schaue dir die WAN-IP an.
- Vergleiche die beiden Adressen:
- Stimmen sie überein? Dann hast du eine öffentliche IP – du kannst mit der DDNS-Einrichtung loslegen.
- Sind sie unterschiedlich? Wahrscheinlich steckst du hinter einem Carrier-NAT (CGNAT). Wende dich an deinen Internetanbieter und frage nach einer öffentlichen IP-Adresse, oder prüfe, ob IPv6 für dich infrage kommt.
Falls bei ip.me der Hinweis „Das Netzwerk bevorzugt IPv6" erscheint, unterstützt dein Anschluss bereits eine öffentliche IPv6-Adresse.
Wichtig: Wenn die IP-Adressen nicht übereinstimmen und du trotzdem mit der Einrichtung weitermachst, wird dein NAS von außen nicht erreichbar sein – selbst bei korrekter DDNS-Konfiguration. Spare dir die Mühe und kläre diesen Punkt vorab.
DDNS in UGOS Pro einrichten
Sobald feststeht, dass du eine öffentliche IP hast, aktivierst du DDNS in UGOS Pro.
- Öffne auf dem NAS Systemsteuerung → Geräteverbindung → Remote-Zugriff.
- Aktiviere DDNS-Unterstützung aktivieren.
- Klicke auf Hinzufügen und wähle deinen DDNS-Anbieter aus. Trage dann die erforderlichen Daten ein: Domainname, Access Key ID und Access Key.
- Führe anschließend den Connection test durch. Wird der Status als „Normal" angezeigt, speichere mit Anwenden.
- Ab jetzt synchronisiert das NAS deine öffentliche IP-Adresse automatisch mit der Domain.

Falls du noch kein Konto bei einem DDNS-Anbieter hast, registriere dich dort zuerst und richte deinen Domainnamen ein.
Häufige Stolperfalle bei der Eingabe: Die Bezeichnungen für Zugangsdaten variieren je nach Anbieter – mal heißt es „API Key", mal „Access Key" oder ähnlich. Wenn der Connection test fehlschlägt, prüfe, ob du beim Kopieren versehentlich Leerzeichen am Anfang oder Ende mitgenommen hast.
Im Router: Feste LAN-IP für dein NAS vergeben
DDNS verknüpft deine Domain mit der öffentlichen IP-Adresse. In der Praxis scheitert die Verbindung aber häufig daran, dass sich die lokale IP-Adresse des NAS nach einem Router-Neustart ändert. Dann stimmt das Ziel der Portweiterleitung nicht mehr, und der Zugriff klappt nicht. Damit das nicht passiert, solltest du im Router eine statische IP-Zuweisung (MAC-Adress-Bindung) einrichten.
- Rufe die Verwaltungsoberfläche deines Routers im Browser auf.
- Suche in den Netzwerkeinstellungen nach „DHCP-Einstellungen" oder „LAN Settings".
- Dort findest du die Option „Static IP allocation" oder „MAC address binding".
- Trage die MAC-Adresse deines NAS ein und weise ihm eine feste IP zu, z. B.
192.168.1.100. - Speichere die Einstellungen.
Die genauen Menüpunkte unterscheiden sich je nach Router-Hersteller. Im Zweifelsfall hilft ein Blick ins Handbuch oder eine kurze Suche nach deinem Router-Modell.
Wann ein Reverse Proxy sinnvoll ist
DDNS sorgt nur dafür, dass deine Domain auf deine aktuelle öffentliche IP-Adresse zeigt. Es entscheidet nicht, welcher Dienst sicher erreichbar ist und wie HTTPS-Zertifikate verwaltet werden. Wenn du mehrere Webdienste auf deinem NAS betreibst, etwa Nextcloud, Immich oder andere Docker-Anwendungen, kann ein Reverse Proxy sinnvoll sein.
Ein Reverse Proxy leitet Anfragen gezielt an den passenden internen Dienst weiter und kann HTTPS zentral verwalten. Das ist flexibler als einzelne Portweiterleitungen für jeden Dienst. Für den einfachen Zugriff auf die UGOS-Pro-Oberfläche ist UGREENlink jedoch meist der unkompliziertere Weg.
Wenn du nur schnell von außen auf dein NAS zugreifen möchtest, starte mit UGREENlink. Wenn du mehrere selbst gehostete Dienste über eigene Domains bereitstellen willst, solltest du Reverse Proxy und HTTPS als eigenes Setup planen.
Methode 3: NAS-Fernzugriff mit Tailscale ohne Portfreigabe
Bei DDNS spielen öffentliche IP-Adressen und Router-Einstellungen eine zentrale Rolle. Wenn dir das zu aufwendig ist und du deine Geräte lieber so ansprechen möchtest, als befänden sie sich im selben lokalen Netzwerk, ist Tailscale eine spannende Alternative.
Der Vorteil gegenüber UGREENlink und DDNS: Du musst keine Ports freigeben, und die gesamte Kommunikation läuft verschlüsselt. Da weder die IP-Adresse noch die Ports deines NAS öffentlich sichtbar sind, eignet sich Tailscale besonders für alle, denen Sicherheit besonders wichtig ist.
Vorbereitung: Konto anlegen und Auth Key erzeugen
- Rufe die Tailscale-Verwaltungsoberfläche auf, wähle eine Login-Methode (Microsoft, Apple, Google o. Ä.) und erstelle ein Konto.

- Lade den Tailscale-Client herunter – du installierst ihn später auf deinem PC oder Smartphone.
- Gehe in den Settings auf Generate auth key, aktiviere die Option Reusable, generiere den Schlüssel und notiere ihn dir sicher.
Diesen Schlüssel brauchst du gleich für die Container-Konfiguration auf dem NAS. Behandle ihn wie ein Passwort.
Tailscale per Docker Compose auf dem NAS einrichten
Unter UGOS Pro empfiehlt sich die Einrichtung per Docker Compose, weil sich Container damit bequem verwalten lassen.
- Öffne die App Docker und klicke auf Projekt > Erstellen.
- Trage die folgende Docker-Compose-Konfiguration ein:
services:
tailscale:
container_name: tailscale
image: tailscale/tailscale:latest
restart: always
volumes:
- ./tun:/dev/net/tun
- ./lib:/var/lib
environment:
- TS_AUTH_KEY=tskey-auth-xxxxx # Hier deinen Auth Key eintragen
- TS_STATE_DIR=/var/lib/tailscale
- TS_ROUTES=192.168.31.0/24 # Hier das Subnetz deines Heimnetzwerks eintragen
network_mode: host
privileged: true
- Klicke auf Jetzt deployen – das Image wird heruntergeladen und der Container gestartet.
Was bedeuten die einzelnen Parameter?
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| TS_AUTH_KEY | Der Auth Key, den du im vorherigen Schritt erzeugt hast |
| TS_STATE_DIR | Verzeichnis für den Tailscale-Status (fester Wert, nicht ändern) |
| TS_ROUTES | Das Subnetz, das über Tailscale erreichbar sein soll – trage hier den IP-Bereich deines Heimrouters ein (z. B. 192.168.1.0/24) |
| network_mode: host | Der Container nutzt direkt den Netzwerk-Stack des Hosts |
| privileged: true | Privilegierter Modus, nötig für den Zugriff auf das TUN-Gerät |
Wichtig für das Subnetz-Routing: Wenn du den Parameter
TS_ROUTESnutzt, taucht das NAS zwar in deiner Tailscale-Konsole auf, leitet den Traffic aber noch nicht sofort weiter. Du musst in der Tailscale-Weboberfläche bei deinem NAS auf die drei Punkte klicken, “Edit route settings” wählen und dort das beworbene Subnetz (Subnet routes) per Schalter aktivieren (Approve).
Tailscale-Verbindung zum NAS prüfen
Sobald der Container läuft, öffne die Tailscale-Verwaltungsoberfläche und schaue nach, ob dein NAS in der Liste Machines auftaucht. Ist es dort sichtbar, war die Einrichtung erfolgreich.
Tipp für den Dauerbetrieb: Standardmäßig haben Device Keys ein Ablaufdatum. Wenn du nicht regelmäßig neu authentifizieren möchtest, kannst du in der Verwaltungsoberfläche das automatische Ablaufen deaktivieren. Nutzt du Netzwerk-Routen, wirf außerdem einen Blick auf Edit route settings, um sicherzustellen, dass die Gateway-Konfiguration stimmt.

NAS über die Tailscale-IP aufrufen
- Starte auf dem Gerät, mit dem du zugreifen möchtest (PC, Smartphone etc.), den Tailscale-Client und melde dich mit demselben Konto an.
- Klicke auf Connect, um dem Tailscale-Netzwerk beizutreten.
- Gib in der Adresszeile des Browsers die interne IP-Adresse deines NAS ein, z. B.
192.168.31.100. - Sobald die Login-Seite von UGOS Pro erscheint, meldest du dich mit Benutzername und Passwort an.
Solange du mit Tailscale verbunden bist, erreichst du dein NAS auch von unterwegs über die interne IP – ganz so, als wärst du im selben Netzwerk.
Was ist mit WireGuard oder OpenVPN?
WireGuard und OpenVPN sind klassische VPN-Lösungen für den Fernzugriff auf ein privates Netzwerk. Sie sind sinnvoll, wenn du einen eigenen VPN-Server betreiben und den Zugriff vollständig selbst kontrollieren möchtest. Dafür brauchst du aber eine saubere Netzwerkkonfiguration, passende Clients und je nach Setup auch Router- oder Firewall-Anpassungen.
Für Heimnutzer ist Tailscale einfacher, weil es auf WireGuard-Technologie basiert, aber Einrichtung, Geräteverwaltung und Verbindungsaufbau stärker vereinfacht. Du musst keine Ports öffnen und erreichst dein NAS über das private Tailscale-Netzwerk.
Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen
Sobald du Fernzugriff aktivierst, solltest du die Sicherheit nicht erst später prüfen. Das gilt für UGREENlink, DDNS und Tailscale gleichermaßen. Je nach Methode unterscheidet sich die Angriffsfläche, aber schwache Konten, unnötige Dienste und fehlende Kontrolle über Anmeldungen bleiben immer ein Risiko.
- Starkes Passwort verwenden: Nutze für dein NAS-Konto ein langes, eindeutiges Passwort. Ein Passwort-Manager ist dafür die bessere Wahl als wiederverwendete Passwörter.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Aktiviere für externe Zugriffe zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, damit ein gestohlenes Passwort allein nicht für den Login reicht.

- Keine Admin-Konten für Alltagszugriff nutzen: Lege separate Benutzerkonten an und vergib nur die Rechte, die tatsächlich benötigt werden.
- UGREENlink-ID nicht mit persönlichen Daten wählen: Verwende keine Telefonnummer, keinen echten Namen und keine leicht erratbare Kombination.
- Bei DDNS keine unnötigen Ports öffnen: Öffne nur die Ports, die du wirklich brauchst. Jede zusätzliche Portweiterleitung erhöht die Angriffsfläche.
- Tailscale Auth Key wie ein Passwort behandeln: Speichere den Auth Key sicher und prüfe regelmäßig, welche Geräte in deinem Tailscale-Netzwerk aktiv sind.
- Kontenaktivität und Lockdown prüfen: Kontrolliere verdächtige Anmeldeversuche und nutze Lockdown-Funktionen, wenn du ungewöhnliche Aktivitäten bemerkst.
- Firmware aktuell halten: Spiele UGOS-Pro-Updates zeitnah ein, besonders wenn sie Sicherheits- oder Netzwerkfunktionen betreffen.
Häufig gestellte Fragen zum Fernzugriff auf das UGREEN NAS
Die öffentliche IP stimmt nicht mit der WAN-IP meines Routers überein – was nun?
Wenn die IP-Adresse auf ip.me nicht mit der WAN-IP deines Routers übereinstimmt, befindest du dich mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter einem Carrier-NAT (CGNAT). In diesem Fall funktioniert der Fernzugriff über DDNS nicht.
Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du kontaktierst deinen Internetanbieter und bittest um eine öffentliche IP-Adresse – je nach Anbieter ist das kostenlos oder kostenpflichtig. Oder du setzt auf IPv6, sofern dein Anschluss das unterstützt – dort wird in der Regel eine globale Adresse ohne NAT vergeben.
Falls eine öffentliche IP nur schwer zu bekommen ist, greifst du am besten zu UGREENlink oder Tailscale – beide funktionieren auch ohne öffentliche IP.
DDNS ist eingerichtet, aber die Verbindung klappt nicht
Gehe die Fehlersuche am besten in dieser Reihenfolge durch:
- Öffentliche IP prüfen: Stimmt die WAN-IP des Routers mit der Anzeige auf ip.me überein?
- Connection test auf dem NAS: Wird der Test als erfolgreich gemeldet?
- LAN-IP des NAS prüfen: Hat sich die lokale IP nach einem Router-Neustart geändert? Falls ja, richte eine statische IP-Zuweisung ein.
Schlägt der Connection test fehl, liegt es häufig an falsch kopierten Zugangsdaten. Achte besonders auf versehentlich mitübernommene Leerzeichen am Anfang oder Ende.
Kann ich UGREENlink ohne öffentliche IP-Adresse nutzen?
Ja. Genau das ist einer der Hauptvorteile von UGREENlink. Du brauchst keine öffentliche IP-Adresse und musst keine Portweiterleitung im Router einrichten. Deshalb eignet sich UGREENlink besonders für Nutzer, die hinter CGNAT sitzen oder ihre Router-Konfiguration nicht ändern möchten.
Nach einem Router-Neustart funktioniert DDNS plötzlich nicht mehr
Das liegt meistens daran, dass sich nach dem Neustart die lokale IP-Adresse des NAS geändert hat. Dadurch zeigt die Portweiterleitung ins Leere. Die Lösung: Richte im Router eine statische IP-Zuweisung (MAC-Adress-Bindung) ein, damit dein NAS immer dieselbe lokale IP behält. Die entsprechende Einstellung findest du in den DHCP-Einstellungen deines Routers – je nach Modell unter „Network Settings" oder „LAN Settings".
UGREENlink lässt sich nicht verbinden / ug.link öffnet sich nicht
Prüfe zunächst, ob der UGREENlink Remote-Zugriffsservice auf dem NAS aktiviert ist. Stelle dann sicher, dass die URL dem Format https://ug.link/<deine UGREENlink-ID> entspricht. Beim Öffnen wirst du zur Login-Seite von UGOS Pro weitergeleitet – dort meldest du dich mit deinem NAS-Benutzernamen und -Passwort an (nicht mit dem Cloud-Konto).
Ist Tailscale sicherer als DDNS?
Tailscale vermeidet offene Ports am Router und verbindet deine Geräte über ein privates VPN-basiertes Netzwerk. Dadurch ist es für Heimnutzer sicherer und einfacher zu kontrollieren als eine klassische DDNS-Konfiguration mit Portweiterleitung.
DDNS ist nicht automatisch unsicher, setzt aber eine saubere Router-Konfiguration, starke Zugangsdaten, aktuelle Firmware und möglichst gezielte Portfreigaben voraus. Wenn du keine Ports öffnen möchtest, ist Tailscale meist die bessere Wahl.
Login über die UGREEN-App funktioniert nicht
In der App oder im PC-Client gibst du zuerst deine UGREENlink-ID ein und meldest dich anschließend mit Benutzername und Passwort des NAS an. Auch bei einer kurzen ID schleichen sich leicht Tippfehler ein. Im Teameinsatz hilft eine einheitliche Benennung (z. B. Standort + Zweck), um Verwechslungen zu vermeiden.
Wie greife ich über Tailscale auf mein NAS zu?
Nachdem du dich mit Tailscale verbunden hast, gibst du einfach die interne IP-Adresse deines NAS in die Adresszeile des Browsers ein – nicht die öffentliche Domain, sondern die lokale LAN-IP.
Kann ich mein UGREEN NAS über WireGuard oder OpenVPN erreichen?
Ja, wenn dein Netzwerk entsprechend eingerichtet ist. WireGuard und OpenVPN sind klassische VPN-Lösungen und eignen sich für Nutzer, die den Fernzugriff vollständig selbst kontrollieren möchten. Die Einrichtung hängt aber stärker von Router, Firewall, VPN-Server und Client-Konfiguration ab.
Für Nutzer ist Tailscale der einfachere Einstieg, weil es ein VPN-ähnliches Nutzungserlebnis bietet, ohne dass du manuell Ports freigeben oder einen klassischen VPN-Server konfigurieren musst.