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So wählen Sie die richtigen NAS Laufwerke (Dezember 2025 Aktualisierung)

#NAS Speicher Tipps

So wählen Sie die richtigen NAS Laufwerke (Dezember 2025 Aktualisierung)

01/07/2025

Ein falsches Laufwerk kann dein NAS ausbremsen – oder im schlimmsten Fall ein RAID-Rebuild zur Geduldsprobe machen. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Kompatibilitätsfaktoren (SATA/NVMe, Formfaktor, HDD/SSD und vor allem CMR vs. SMR) und wie du vor dem Kauf schnell prüfst, ob ein Modell passt.

UGREEN NAS setzt auf ein offenes Speicherkonzept mit Unterstützung für Festplatten von Drittanbietern – trotzdem gilt: prüfe immer die aktuelle Kompatibilitätsliste für Festplatten SSDs und die exakte Modellnummer.

Beliebte NAS-Laufwerksserien sind z. B. Seagate IronWolf, WD Red Plus/Pro oder Toshiba N300 – entscheidend ist jedoch immer das konkrete Modell und die Aufzeichnungstechnologie.

NAS-Software verstehen

Ein NAS ist nicht einfach ein Gehäuse mit Festplatten – erst die NAS-Software entscheidet, ob Laufwerke stabil laufen, ob RAID sauber arbeitet und ob du Warnungen frühzeitig siehst. Genau deshalb kann eine ungeeignete Festplatte (oder Firmware) im Alltag zu Problemen führen: schwankende Schreibraten, Timeouts, RAID-Rebuilds, die ewig dauern, oder Laufwerke, die plötzlich als „auffällig“ gemeldet werden.

Was ist NAS-Software?

NAS-Software ist das Betriebssystem deines Netzwerk-Speichers (NAS). Sie verwaltet die Laufwerke, erstellt Speicherpools/Volumes, organisiert Zugriffe und sorgt dafür, dass deine Daten zuverlässig verfügbar bleiben.

Was die NAS-Software im Alltag für dich übernimmt

  • Laufwerke einbinden & überwachen: Initialisierung, SMART/Health-Checks, Warnmeldungen bei Fehlern oder Temperaturproblemen
  • Speicher strukturieren: Volumes, Speicherpools und RAID-Konfigurationen einrichten und verstehen
  • Zugriffe steuern: Benutzer, Freigaben, Berechtigungen – lokal und (je nach Setup) remote
  • Daten-Workflows automatisieren: Synchronisation, Backups, Zeitpläne und Protokolle

UGOS PRO & offene Plattform – warum das für die Laufwerkswahl zählt

UGREEN NAS nutzt das UGOS PRO Betriebssystem mit einer einheitlichen, leicht bedienbaren Oberfläche. Gleichzeitig ist die Plattform (je nach Modell/Setup) flexibel genug, um auch alternative Systeme wie TrueNAS oder OpenMediaVault zu unterstützen. Das ist ein Vorteil für fortgeschrittene Nutzer – bedeutet aber auch: Kompatibilität hängt immer vom konkreten Modell, der Laufwerks-Firmware und dem eingesetzten System ab.

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Wichtige Festplattenspezifikationen

Schnittstelle: Der Verbindungspunkt

Um die richtige Festplatte zu wählen, musst du wissen, wie sie mit deinem NAS kommuniziert:

1. SATA: Der bewährte Standard für Massenspeicher

Die SATA-Schnittstelle ist nach wie vor das Rückgrat fast aller NAS-Systeme. Sie bietet zwar nicht die extremen Geschwindigkeiten von NVMe, punktet dafür aber in zwei entscheidenden Bereichen: enorme Speicherkapazität und Preis-Leistung.

  • SATA-HDDs (3,5 Zoll): Das „Arbeitstier“ für dein NAS. Wenn du Terabytes an Filmen, Fotos oder Backups speichern willst, kommst du an 3,5-Zoll-HDDs nicht vorbei. Sie bieten aktuell bis zu 36 TB pro Festplatte und sind die kostengünstigste Art, Daten zu sichern.
  • SATA-SSDs (2,5 Zoll): Diese sind lautlos, stoßfest und schneller als klassische HDDs. Allerdings sind sie durch das SATA-Protokoll auf maximal ca. 560 MB/s limitiert. Sie eignen sich hervorragend für lautlose NAS-Systeme im Wohnzimmer, werden für Hochleistungsaufgaben jedoch zunehmend von NVMe abgelöst.

Wenn du dein Setup wirklich flüsterleise bekommen willst, spielen neben SSDs auch Faktoren wie Gehäuseentkopplung, Lüfterkurven und der Aufstellort eine große Rolle – konkrete Schritte dazu findest du im Leitfaden zur NAS-Geräuschreduzierung.

2. NVMe: Nicht nur für den Cache

Früher wurden NVMe-SSDs in NAS-Systemen fast ausschließlich als Zwischenspeicher (Cache) genutzt, um langsame HDDs zu beschleunigen. Moderne Systeme wie das UGREEN NAS mit UGOS PRO bieten dir jedoch mehr Flexibilität:

  1. Als Cache: Beschleunigt den Zugriff auf häufig genutzte Dateien (ideal, wenn viele Nutzer gleichzeitig zugreifen).
  2. Als Speicherpool: Du kannst NVMe-SSDs als eigenständiges, superschnelles Laufwerk nutzen. Das ist perfekt für Fotografen oder Videocutter, die Projekte direkt auf dem NAS bearbeiten möchten, ohne Flaschenhals.

Festplattentyp: HDD vs. SSD

Kriterium HDD (3,5") SATA-SSD (2,5") NVMe (M.2, modellabhängig)
Beste für Filme, Backups, Fotoarchive Docker-Container, VMs, leise Umgebung Cache oder Videoschnitt-Pools
Preis/TB Niedrig mittel Hoch
RAID-Eignung CMR empfohlen, SMR vermeiden sehr gut (schreibintensive Modelle bevorzugen) je nach NAS/Cache-Use-Case
Typische Stolperfallen SMR in RAID/bei Dauerwrites Endurance/Schreibzyklen Kompatibilität/Power/Heatsink je nach NAS

Festplattentyp: HDD vs. SSD

Der wichtigste Faktor: CMR vs. SMR

Viele Nutzer schauen nur auf die Speicherkapazität (z. B. 4 TB oder 8 TB), ignorieren aber die Aufzeichnungstechnologie. Das ist der häufigste Grund für Probleme in RAID-Systemen.

  • CMR (Conventional Magnetic Recording) ist für NAS-Workloads meist die sichere Wahl: gleichmäßige Schreibperformance, stabilere Rebuilds im RAID und weniger Überraschungen bei Dauerlast.
  • SMR (Shingled Magnetic Recording / DMSMR) kann bei bestimmten Workloads deutlich einbrechen – besonders bei langanhaltenden Schreibvorgängen wie RAID-Rebuilds/Resilvering. Genau deshalb rät UGREEN in der Kompatibilitätsdoku davon ab, SMR-Festplatten (vor allem in RAID) einzusetzen.

Wenn du RAID nutzt oder viele Dateien schreibst/änderst, achte beim Kauf auf „CMR“ bzw. „NAS-optimiert“ – und prüfe die Technik anhand der Modellnummer in den Herstellerlisten. WD weist z. B. explizit aus, dass WD Red Plus und WD Red Pro CMR sind und empfiehlt diese u. a. für ZFS-Rebuilds.

Profi-Tipp: Seagate veröffentlicht eine Modellübersicht, welche Festplatten CMR oder SMR nutzen – nutze diese Liste vor dem Kauf.

Alles auf den Punkt gebracht

Um dein NAS-Setup richtig einzurichten, beginne mit dem Handbuch oder dem technischen Datenblatt deines Geräts. Prüfe, welche Schnittstellen (SATA oder NVMe) und welche Formfaktoren (3,5 oder 2,5 Zoll) unterstützt werden. Wähle dann den passenden Festplattentyp: HDDs für große Datenmengen, SSDs für Geschwindigkeit. Überprüfe zum Schluss die Kompatibilität – und du bist auf der sicheren Seite.

Für gemischte Workloads lohnt sich ein genauer Blick auf den richtigen Laufwerks-Mix: Wann reine HDDs reichen, wann ein SSD-Cache Tempo bringt und wie du Kapazität und Leistung sauber ausbalancierst, zeigt dir dieser Leitfaden zu SSDs und HDDs kombinieren. So triffst du eine Entscheidung, die zu deinem NAS-Einsatz passt – von Medienspeicher bis Backup.

Kompatibilität mit deinem NAS prüfen

So nutzt du die Kompatibilitätsliste richtig:

  1. Wähle dein NAS-Modell und den Zubehörtyp (HDD/SSD/M.2) in der UGREEN Kompatibilitätsliste für Festplatten & SSDs.
  2. Suche nach der exakten Modellnummer deiner Festplatte (nicht nur “8TB IronWolf”).
  3. Wenn du RAID planst, vermeide SMR und mische nach Möglichkeit keine sehr alten mit brandneuen Drives im selben Array.

Festplatten-Firmware und Updates

Firmware ist die Software im Hintergrund, die deine Festplatte steuert. Man kann sie sich als das Betriebssystem der Festplatte vorstellen. Wenn du sie aktuell hältst, bleibt die Platte kompatibel und liefert maximale Leistung. Regelmäßige Firmware-Updates sind also essenziell für ein stabiles Zusammenspiel mit deinem NAS.

  • Wie du sie prüfst: Besuche die Website des Festplattenherstellers (z. B. Seagate oder Western Digital) und suche im Bereich „Support“ oder „Downloads“ nach der Modellnummer deiner Festplatte. Dort findest du mögliche Firmware-Updates.
  • Wie du sie aktualisierst: Lade das Update-Tool von der Website herunter, folge der Schritt-für-Schritt-Anleitung und spiele das Update ein. Achtung: Mach vorher ein Backup deiner Daten. Es gibt verschiedene Methoden zur Datensicherung.

Tipp: Gewöhne dir an, alle paar Monate nach Updates zu schauen, damit dein System reibungslos läuft.

Nutzerforen und Praxiserfahrungen

Die offizielle Kompatibilitätsliste ist ein super Startpunkt – aber sie zeigt nicht das ganze Bild. Nutzerforen und Community-Feedback geben dir einen unverfälschten Einblick in echte Erfahrungen von Leuten, die das Setup schon ausprobiert haben.

  • Wo du suchen kannst: Schau z. B. bei Reddit in Subreddits wie r/NAS oder r/DataHoarder vorbei, oder wirf einen Blick in die offiziellen Foren deines NAS-Herstellers. Such nach deiner NAS-Modellnummer in Kombination mit der Festplatte, die dich interessiert.
  • Wie du mitmachst: Wenn du keine Antwort findest, stelle selbst eine Frage! Gib dabei dein NAS-Modell, die Softwareversion und die Festplatte an, um möglichst hilfreiche Antworten zu bekommen.

Tipp: Achte auf wiederkehrende Muster im Feedback. Ein einzelner Ausreißer kann Zufall sein – aber wenn mehrere Nutzer dieselbe Erfahrung schildern, solltest du das ernst nehmen.

Wenn du diese drei Schritte befolgst – Kompatibilitätsliste prüfen, Firmware aktualisieren und Erfahrungen aus der Community nutzen – arbeiten dein NAS und deine Festplatten bald wie ein eingespieltes Team. Ein bisschen Zeit im Voraus spart dir später viele Kopfschmerzen.

Dein NAS verdient die richtigen Festplatten

NAS-Kompatibilität ist kein technisches Detail – sie ist das Fundament für ein zuverlässiges und leistungsstarkes System. Wenn du die Tipps aus diesem Beitrag befolgst, deine Herstellerliste durchgehst, Firmware aktuell hältst und echtes Nutzerfeedback einholst, vermeidest du Ärger mit inkompatiblen Festplatten und schöpfst das volle Potenzial deines NAS aus.

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