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Virtuelle Maschine auf UGREEN NAS einrichten: VM, ISO & Image-Import

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Virtuelle Maschine auf UGREEN NAS einrichten: VM, ISO & Image-Import

21/08/2025

Mit virtuellen Maschinen kannst du auf einem NAS-Speicher zusätzliche Betriebssysteme und isolierte Testumgebungen ausführen. So lassen sich zum Beispiel Linux-Systeme, Windows-Testumgebungen oder spezielle Dienste wie Home Assistant getrennt vom Hauptsystem betreiben.Virtuelle Maschinen (VMs)

TL;DR: VM auf dem UGREEN NAS erstellen

Eine virtuelle Maschine auf dem UGREEN NAS erstellst du über die App Virtuelle Maschine in UGOS Pro. Voraussetzung ist ein NAS-Modell mit VM-Unterstützung, ausreichend RAM, ein geeigneter Speicherort und eine korrekt eingerichtete virtuelle Netzwerkbrücke.

  1. Prüfe, ob dein UGREEN NAS die App Virtuelle Maschine unterstützt.
  2. Aktiviere unter Netzwerkverbindung → Netzwerkbrücke → Virtuelle Brücke das virtuelle Netzwerk-Bridging.
  3. Bereite eine ISO-Datei, OVA-Datei oder ein Disk-Image vor.
  4. Öffne die App Virtuelle Maschine und wähle Neue virtuelle Maschine oder Virtuelle Maschine importieren.
  5. Lege Name, Systemtyp, Speicherort, CPU, RAM und Netzwerkmodus fest.
  6. Starte die VM und installiere das Betriebssystem oder prüfe das importierte Image.
  7. Kontrolliere nach dem ersten Start Netzwerk, Boot-Reihenfolge und Ressourcenauslastung.

Welche UGREEN NAS-Modelle unterstützen virtuelle Maschinen?

Virtuelle Maschinen werden auf den Modellen der UGREEN NASync DXP-Serie unterstützt. Dazu gehören DXP2800, DXP2800 GT, DXP4800 Plus, DXP4800 GT, DXP6800 Pro, DXP8800 Plus und DXP480T Plus.

UGREEN NAS DXP-Serie

Die NASync DH-Serie ist anders einzuordnen: Der DH2300 unterstützt weder Docker noch virtuelle Maschinen. Der DH4300 Plus unterstützt Docker, aber keine virtuellen Maschinen. Wenn du eine VM auf einem UGREEN NAS erstellen möchtest, solltest du daher ein Modell der DXP-Serie verwenden.

UGREEN NAS DH-Serie

Einrichten von VMs auf dem UGREEN NAS

Bevor du eine VM produktiv nutzt, solltest du das virtuelle Netzwerk konfigurieren. Die virtuelle Brücke verbindet die VM mit deinem lokalen Netzwerk. Dadurch kann die VM eine eigene IP-Adresse erhalten und wie ein eigenständiges Gerät im LAN erreichbar sein.

  1. Öffne in UGOS Pro die Seite Systemsteuerung.
  2. Gehe zu NetzwerkNetzwerkverbindungNetzwerkbrückeVirtuelle Brücke.
  3. Aktiviere Virtuelles Netzwerk aktivieren.
  4. Wähle den LAN-Port aus, den dein NAS aktuell verwendet.
  5. Klicke auf Übernehmen und anschließend auf Weiter, um den virtuellen Brückenadapter zu erstellen.
  6. Öffne danach in der App Virtuelle Maschine den Bereich Verwalten → Netzwerk.
  7. Setze die virtuellen Subnetze wie vnet-bridge0 und vnet-bridge1 auf Bridged Mode - LinuxBridge.

Nach dem Start der VM solltest du prüfen, ob sie eine IP-Adresse von deinem Router erhält. Wenn keine IP-Adresse angezeigt wird, kontrolliere zuerst die virtuelle Brücke, den gewählten LAN-Port und den Netzwerkmodus der VM.

VM aus ISO-Datei erstellen oder vorhandene VM importieren?

Auf dem UGREEN NAS gibt es zwei typische Wege, eine virtuelle Maschine einzurichten. Wenn du ein Betriebssystem neu installieren möchtest, verwendest du eine ISO-Datei. Wenn du eine bestehende virtuelle Maschine oder eine vorhandene virtuelle Festplatte übernehmen möchtest, nutzt du den Import.

Dateityp Wofür geeignet? Typischer Einsatz
ISO Neue Installation Linux, Windows oder ein anderes Betriebssystem frisch installieren
OVA Komplette VM importieren Virtuelle Maschine von einem anderen System übernehmen
IMG, QCOW2, VDI, VMDK Virtuelle Festplatte importieren Vorhandenes Disk-Image als Grundlage für eine VM verwenden

Neue VM aus ISO-Datei erstellen

Verwende diesen Weg, wenn du ein Betriebssystem neu installieren möchtest, zum Beispiel eine Linux-Distribution oder Windows. Die ISO-Datei dient dabei als Installationsmedium der virtuellen Maschine.

  1. Öffne in UGOS Pro die App Virtuelle Maschine.
  2. Klicke auf Neu und wähle Neue Virtuelle Maschine.
  3. Wähle ein ISO-Image aus. Wenn noch kein Image hochgeladen wurde, klicke auf Manuell hochladen und füge die ISO-Datei zur lokalen Image-Bibliothek hinzu.
  4. Wähle den Speicherort für die VM-Daten.
  5. Lege den Namen der VM, den passenden Systemtyp, CPU, RAM und Netzwerkeinstellungen fest.
  6. Prüfe die Boot-Reihenfolge, damit die VM beim ersten Start vom ISO-Image startet.
  7. Bestätige die Einstellungen und klicke auf Fertigstellen.
  8. Starte die VM und folge dem Installationsassistenten des Betriebssystems.

Vorhandene VM oder Disk-Image importieren

Verwende den Import, wenn du eine bestehende virtuelle Maschine oder eine vorhandene virtuelle Festplatte auf dein UGREEN NAS übernehmen möchtest. Für komplette virtuelle Maschinen eignet sich eine OVA-Datei. Für einzelne virtuelle Festplatten nutzt du ein Disk-Image wie .img, .qcow2, .vdi oder .vmdk.

  1. Öffne in UGOS Pro die App Virtuelle Maschine.
  2. Klicke auf Neu und wähle Virtuelle Maschine importieren.
  3. Wähle je nach Datei entweder Import von OVA-Datei oder Import von Disk-Image.
  4. Suche die entsprechende Datei in der App Dateien und füge sie zur Importliste hinzu.
  5. Klicke auf Weiter.
  6. Wähle den Speicherort, an dem die VM-Daten abgelegt werden sollen.
  7. Konfiguriere Name, Systemtyp, Netzwerkkonfiguration und weitere Optionen.
  8. Überprüfe die Zusammenfassung und klicke auf Fertigstellen, um den Import zu starten.

Nach dem Import solltest du die VM nicht sofort produktiv nutzen. Starte sie zuerst testweise und prüfe Boot-Modus, Netzwerkverbindung und Ressourcenzuweisung. Wenn ein importiertes Image nicht startet, liegt die Ursache häufig bei Boot-Modus, Systemtyp oder Treibern aus der ursprünglichen Virtualisierungsumgebung.

CPU, RAM, Speicher und Netzwerk richtig wählen

Die Leistung einer VM hängt nicht nur von der Anzahl der zugewiesenen CPU-Kerne ab. Entscheidend sind auch Arbeitsspeicher, Speicherort, Netzwerkmodus und die gleichzeitige Last auf dem NAS. Plane jede VM nach ihrem Einsatzzweck und lasse genügend Ressourcen für UGOS Pro, Dateidienste, Docker-Container und andere NAS-Aufgaben frei.

VM-Typ Empfohlener Startwert Speicherplatz Netzwerkhinweis
Kleine Linux-VM 1–2 vCPU, 2–4 GB RAM 20–40 GB Bridged Mode, wenn die VM im LAN erreichbar sein soll.
Home Assistant VM 2 vCPU, 4 GB RAM 32–64 GB Bridged Mode empfohlen, damit Home Assistant zuverlässig im lokalen Netzwerk erreichbar ist.
Windows-VM 2–4 vCPU, 8 GB RAM oder mehr 64–128 GB oder mehr Bridged Mode für Netzwerkzugriff; schneller Speicher ist besonders wichtig.
Server-VM im Dauerbetrieb 2–4 vCPU, 4–8 GB RAM Abhängig vom Dienst und Datenvolumen Feste IP oder DHCP-Reservierung im Router sinnvoll.

Vermeide es, einer einzelnen VM alle verfügbaren CPU-Kerne oder den Großteil des Arbeitsspeichers zuzuweisen. Das NAS muss weiterhin genug Reserven für UGOS Pro, Dateiübertragungen, Docker-Container, Hintergrunddienste und Speicherverwaltung behalten. Wenn mehrere VMs gleichzeitig laufen, solltest du die Ressourcen entsprechend vorsichtiger verteilen.

Die Festplatten laufender VMs profitieren von schnellem Speicher. Der UGREEN DXP4800 Plus unterstützt SSD- oder NVMe-Speicher für VM-Daten. Dies verbessert die Startzeit und die Leistung bei I/O-intensiven Aufgaben.

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Windows 11 als VM auf dem UGREEN NAS

Windows 11 kann auf einem VM-fähigen NAS als virtuelle Maschine eingerichtet werden, wenn genügend CPU, RAM und Speicherleistung verfügbar sind. Microsoft nennt für Windows 11 mindestens 2 CPU-Kerne, 4 GB RAM und 64 GB Speicher. Für eine sinnvoll nutzbare VM solltest du jedoch eher mit 2–4 vCPU, mindestens 8 GB RAM und 64–128 GB Speicherplatz planen.

Plane zusätzlich Reserven für UGOS Pro und andere NAS-Dienste ein. Wenn das NAS parallel Dateiübertragungen, Docker-Container oder Medienanwendungen ausführt, solltest du der Windows-VM nicht zu viele Ressourcen fest zuweisen. Bei knapper RAM-Ausstattung ist eine kleine Linux-VM oft die bessere Wahl.

Home Assistant als VM auf dem UGREEN NAS

Home Assistant kann auf einem VM-fähigen UGREEN NAS als virtuelle Maschine betrieben werden. Für den Einstieg sind 2 vCPU, 4 GB RAM und 32–64 GB Speicherplatz ein sinnvoller Startwert. Wenn du viele Integrationen, Add-ons oder Verlaufsdaten nutzt, solltest du mehr Speicherplatz und gegebenenfalls mehr RAM einplanen.

Wichtig ist eine korrekt eingerichtete virtuelle Netzwerkbrücke. Home Assistant sollte im lokalen Netzwerk zuverlässig erreichbar sein und eine eigene IP-Adresse erhalten. Prüfe nach dem ersten Start, ob die VM im Router oder in der Netzwerkliste sichtbar ist.

VM-Images exportieren und sichern

Wenn du eine VM auf ein anderes System übertragen oder vor größeren Änderungen sichern möchtest, solltest du sie zuerst vollständig herunterfahren. Exportiere die VM anschließend als OVA-Datei, sofern diese Option verfügbar ist.

Vor Updates, Treiberänderungen oder größeren Systemanpassungen empfiehlt sich zusätzlich eine Sicherung der wichtigen VM-Daten. Ein Export ersetzt keine regelmäßige Backup-Strategie, kann aber bei Migrationen oder Tests hilfreich sein.

Häufige VM-Probleme auf dem UGREEN NAS beheben

VM startet nicht

Prüfe zuerst, ob der VM genügend CPU, RAM und Speicher zugewiesen wurden. Kontrolliere anschließend die Boot-Reihenfolge und den gewählten Systemtyp. Wenn ein importiertes Image nicht startet, kann der Boot-Modus nicht zum Image passen.

VM bekommt keine IP-Adresse

Kontrolliere die virtuelle Brücke, den gewählten LAN-Port und den Netzwerkmodus der VM. Für die meisten LAN-Setups sollte die VM über Bridged Mode mit dem Netzwerk verbunden sein, damit sie eine IP-Adresse vom Router erhält.

ISO-Installation startet nicht

Prüfe, ob die ISO-Datei korrekt hochgeladen wurde und ob die VM vom ISO-Medium bootet. Wenn die VM direkt in eine leere Festplatte startet oder kein Installationsmedium erkennt, muss die Boot-Reihenfolge angepasst werden.

Windows 11 lässt sich nicht installieren

Prüfe den Systemtyp, den Boot-Modus, das Installationsmedium und die zugewiesenen Ressourcen. Windows 11 stellt höhere Anforderungen als viele Linux-Distributionen. Plane deshalb mehr RAM und schnelleren Speicher ein.

VM ist langsam

Reduziere konkurrierende Last auf dem NAS und prüfe CPU-, RAM- und Speicherauslastung. Aktive VMs profitieren von schnellem Speicher. Vergib einer einzelnen VM nicht alle verfügbaren Ressourcen, da sonst UGOS Pro und andere Dienste beeinträchtigt werden können.

Importiertes Image bootet nicht

Wenn ein importiertes Image nicht startet, prüfe den gewählten Systemtyp, Boot-Modus und das Format des Images. Bei Images aus anderen Virtualisierungsumgebungen können Anpassungen an Bootloader, Treibern oder Netzwerkeinstellungen notwendig sein.

Fazit

Virtuelle Maschinen machen ein UGREEN NAS zu einer flexiblen Plattform für zusätzliche Betriebssysteme, Für neue Installationen ist eine ISO-Datei der direkte Weg. Für bestehende Systeme nutzt du OVA oder ein unterstütztes Disk-Image wie VMDK, VDI, QCOW2 oder IMG. Nach dem ersten Start solltest du Netzwerk, Boot-Reihenfolge und Ressourcenauslastung prüfen, bevor du die VM produktiv einsetzt.

Wenn deine VM läuft, kannst du die Leistung später gezielt weiter optimieren. Lies dazu auch unsere Tipps zur VM-Performance auf dem NAS.

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